radek-wake-upPathos Alarm im Filmhaus als Extended Cinema Event mit live-Performance

25. 26. April 2009, 19 Uhr Filmhauskino Spittelberggasse 3 1070 Wien

Reservierung: Telefon: (01) 522 48 14 per e-mail: office@stadtkinowien.at

Filmhauskino Lageplan

„Pathos Alarm in Outer Space“ hat bislang einen Pilotfilm und eine erste Episode. Der Pilotfilm entstand in sehr privater Atmosphäre in einem Privatgarten  im Hochsommer 2007. Der Film lehnt sich an die Weltraumabenteuer des „Raumschiff Enterprise“ an, Captain Kirk hat als Pappavatar sogar einen Gastauftritt. Drei unerschrockene Raumfahrer (Daniel Aschwanden, Radek Hewelt und Katherina Zakravsky) geraten in die Fänge eines sinistren kugelförmigen Alien (dem letzten der Parmenidesianer), der die Erdlinge mit Halluzinationen, u.a. von Unterwasserballettschönheiten im Stile von Esther Williams, verwirrt. Sie warten ebenso heroisch wie erfolglos darauf, aufs Mutterschiff zurückgebeamed zu werden. Schließlich aber diskutieren sie im Plasmapool der Illusion die Frage des vollkommenen, sphärischen Seins, mit dem frei nach Parmenides alle Bewegung und somit auch jede weitere Erforschung des Weltraums endet.

katharina2In der Episode 1, gedreht auf dem Arsenalgelände in Wien, werden frei nach einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick 5 „Einheiten“ (Daniel Aschwanden, Radek Hewelt, Amanda Pina, Cezary Tomaschewski und Katherina Zakravsky) verfrüht aus dem kryonischen Schlaf geweckt. Sie erwachen zu einer Mission ohne ihr Programm zu kennen. Sie belauern einander misstrauisch ohne über ihre jeweilige organische oder künstliche Beschaffenheit bescheid zu wissen. Die Erkundung des Geländes gestaltet sich mühsam und fruchtlos. Der einzige lebende Bewohner ist ein schwer verständlicher Hühnermensch. Während die einen in die fruchtlose Verehrung eines Schlotes als Gottheit verfallen, andere ein dysfunktionales Entertainmentprogramm des aufmunternden Gesangs aktivieren, versucht der Rest erfolglos die Flucht mit einem alten Vehikel. Doch der Planet ist eine unsichtbare Festung.

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Pathosbüro im Jänner

23. Januar 2008 20.00 Uhr
Quartier digitaler Kunst (QDK) Museumsquartier

Im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Pathos in der Produktion von Science Fiction Filmen lädt das PATHOSBÜRO KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen zur Erweiterung der Perspektiven ein und macht die entsprechenden Formate öffentlich.

Alexander Nikolic, in Wien lebender, international tätiger bildender Künstler und Kurator (u.a. „Slum TV“), stellt drei im Wiener Kontext wenig bekannte Filme vor und verweist in seiner Filmpräsentation auf politische Implikationen in den Herstellungs- und Wahrnehmungskontexten dieser Filme.

„Gosti iz Galaksije“ (Dusan Vukotic, Yu 1981), Ausschnitte
http://www.imdb.com/title/tt0082466/

„Acción mutante“ (Álex de la Iglesia, E 1993), Ausschnitte
http://www.imdb.com/title/tt0106215/
„… Banditen, von der Energie der schlechten Leidenschaft getrieben, die allein dazu fähig ist, die alte Welt zu erschüttern und den Kräften des Lebens ihre schöpferische Freiheit zurück zu geben.“
Alain Sergent und Claude Harmel in „Geschichte der Anarchie“

„The Holy Mountain“ (Alejandro Jodorowsky, Mex 1973)
http://www.imdb.com/title/tt0071615/

„ … messianische elemente, kritik am kolonialismus, gepaart mit düsteren zukunftsszenarien, auch orgiastische elemente – eines der ikonoklastischsten werke, welche ich überhaupt kenne. Pathetik bis zum erdrücken.“
Alexander Nikolic

path–Oh!–logies

„Pathos“ als ästhetische Tendenz der letzten Jahre meint die Inszenierung des Künstlichen, Exzessiven und Überwältigenden, die das Subjekt von außen ergreift und es doch zugleich zum Leben erweckt. Das „Pathos“, das sich als Fremdes zwischen Reiz und Reaktion drängt, gedeiht geradezu zwangsläufig in den fremden Welten der Science Fiction.

Aby Warburg hinterließ mit seinem “Mnemosyne”-Atlas ein Sammelwerk zur bildlichen Wiederkehr von Pathosformeln, die er als Muster sah, die nicht nur “wissenschaftlich katalogisiert”, sondern aktiv “erinnert und (wieder-)erlebt“ werden.

Die von Warburg inspirierte Idee eines „Mnemosyne-Atlas“ der Science Fiction ist ein Leitmotiv. Es geht vielleicht nicht darum, diesen „Atlas“ in einem Medium – sei es neu oder alt – tatsächlich zu realisieren, als die Spuren seiner virtuellen Existenz zu entdecken. Dieser Atlas zieht sich durch mehrere Medien – Literatur, Film, Performance, bildende Kunst – und muss nur gehoben werden.

Ort: Quartier für Digitale Kultur, Museumsquartier Wien
Datum: 8.-10. November 2007 täglich ab 12h 

Freier Eintritt

Konzept: Daniel Aschwanden, Katherina Zakravsky, in Zusammenarbeit mit Stefan Lutschinger und Thomas Ballhausen

Pathosbüro: Daniel Aschwanden, Carla Degenhardt, Radek Hewelt, Amanda Pina, Cesary Tomascievsky, Sabile Rasiti, Doris Uhlich, Katherina Zakravsky

Programm

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